So machst du Outdoor-Partys ohne Polizeistress

Im Sommer gibts nichts Schöneres und Günstigeres als an der freien Luft ein bisschen zu feiern. Wir haben dir ein paar Tipps, damit du bei deiner nächsten Party im Park keinen Stress mit der Polizei kriegst.

Kein Bock auf die Idioten in Clubs oder zu wenig Kohle für das Konzert der Lieblingsbands? Eigentlich gibts da nur eine Alternative: Outdoor-Partys. Ein oder zwei Dutzend Kumpels, ein paar Kisten Bier, eine Boombox und fertig ist die Party. Damit euch dabei die Behörden keinen Strich durch die Rechnung machen, haben wir euch ein paar Tipps zusammengetragen:

1. Die Ausrüstung

Das Beste, was du dir für ein anständiges Freiluftfest basteln kannst, ist ein kleines Partymobil. Damit ist keine «Pimp my Ride»-Poserbolide mit TV und Playstation gemeint, sondern etwas viel Schlichteres. Besorgt euch einen Leiterwagen einen portablen Akku, einen leistungsstarken Speaker und ein kleines Mischpult. Dank Nachfragen im Kollegenkreis und dem Durchforsten von Brockenhäusern findet ihr das Zeugs für knapp 100 Franken. Mit Spannset oder Schnur entsteht eine perfekte Mini-Anlage für Outdoor-Partys.  

2. Subtil bleiben

Auch wenn ihr eure Facebook-Freunde beeindrucken wollt: Erstellt keine Veranstaltung fürs Feiern. Denn erstens exponiert sich so jemand als Veranstalter und zweitens ist die Gefahr, dass Polizisten oder Bürgermeister Wind davon bekommen, viel zu gross. Deshalb sind Whatsapp-Gruppen, Ketten-SMS oder Snapchat der Weg zum Ziel.

3. Nicht anhalten!

Wenn ihr mit dem Partymobil am See oder im Park angekommen seid, werden euch irgendwann Anwohner, Hundespaziergänger oder andere Bünzlis von eurem Platz verjagen wollen und drohen, die Polizei zu rufen. Easy! Ihr zieht ganz einfach mit der ganzen Partycrew 10 Minuten weiter, alle sind glücklich und allfälliger uniformierter Besuch wird euch wahrscheinlich gar nicht mehr finden. Aber: Räumt dennoch euren Kram hinter euch auf. Denn wenn die öffentliche Hand in Ohrfeigenstimmung ist, könntet ihr für das Reinigen des öffentlichen Grundes belangt werden.

4. Freundlich sein

Sollten euch die Uniformierten doch entdecken: Stellt die Mucke etwas leiser und gebt zumindest vor, dass ihr auf einen anständigen Dialog aus seid – freundliche Menschen nimmt man seltener fest. Bevor also der betrunkene Punk in der Runde mit dem Staat redet, schickt lieber jemand anderes vor. 

5. Keine Verantwortung übernehmen

Klar, eure Eltern haben euch das Gegenteil beigebracht. Aber: Wie wir von den Massenbesäufnissen von 2008 (den Botéllons) erfahren haben, kann es vorteilhaft sein, wenn kein Organisator vorhanden ist. Denn – je nach Gemeinde – müssten solche Feste eigentlich angemeldet und bewilligt werden. Zumindest wenn ihr mit ein paar Dutzend Leuten unterwegs seid. Wenn also Uniformierte jemanden zur Rechenschaft ziehen wollen, behauptet ihr steif und fest, dass ihr euch alle nur per Zufall beim Waldspaziergang getroffen habt und niemand hier irgendetwas organisiert hat. Andere Menschen gehen mit Hunden spazieren – ihr spaziert lieber mit Bier. Und einer Boombox. Und zwei Dutzend betrunkenen Freunden. Wenn dabei nicht euer Punk-Kumpel «Fuck The Police» auf der Musikanlage spielt, dürftet ihr ohne blaues Auge davonkommen. 

Ziviler Ungehorsam

Das Fazit: Wenn ihr draussen anständig feiern wollt – ein bisschen ziviler Ungehorsam schadet nie. Aber vergesst dabei nicht, was euch eure Eltern beigebracht haben: Bleibt immer schön freundlich. Oder tut zumindest so. Polizisten sind ja auch nur Menschen. 


Kommentar schreiben

26 Kommentare

Helpstone Liz vor 5 Monate
Liebe Partygänger mit Boombox, ich habe nichts dagegen wenn ihr draussen feiert, denkt einfach bitte daran, die Box navh 22.00h leiser zu stellen, denn es gibt immer Leute die am Morgen sehr früh wieder aufstehen müssen um zur Arbeit zu fahren. Also lets have fun und nehmt rücksicht.
6
1
Antwort
Aarechiller vor 5 Monate
Wir grillieren immer an der Aare mit bis ca. 10 Leuten max. Es braucht keine riesen BoomBox für einen gemütlichen Abend. Eine kleine reicht völlig aus, so zwingt ihr auch keinem anderen eure Musik auf, die keiner sonst hören möchte. Oder halt ne Gitarre mitnehmen. 😉 Wenn die Polizei vorbeikommt (ja), dann geben wir jeweils immer eine Person als Kontakt an. Dieser muss dann schauen dass schön aufgeräumt wird. Funktioniert wunderbar und die Polizei hat auch Freude an uns. Man muss halt nur ein wenig Verständnis zeigen, sie werden es euch danken. Leider sieht man das viel zu wenig bei den Jungen. Da muss einfach alles Cool sein, und die Polizei ist sowieso ganz böse und so...
36
8
Antwort
justin g. vor 5 Monate
wer diese tips beherzigt hat es wahrlich verdient besuch von der polizei zu bekommen. es gibt eigentlich nur zwei sachen die man tun soll: nimmt den abfall mit und respektiert die anderen feiernden. es gibt nichts schlimmeres als wenn die möchtegern hopper den bass aufs maximum stell und 10meter daneben die rocker welche auch alles auf 200% aufdrehen. und dann beide abdüsen und ihren abfall im wald bei der grillstelle liegen lassen.
31
5
Antwort
X vor 5 Monate
So ein absoluter bullshit!!
48
5
Antwort
Weisst du, wie man auf Insta am besten stalkt?

Weisst du, wie man auf Insta am besten stalkt?

Britische Schule bietet Platz für Hitler und Frauenhass

Britische Schule bietet Platz für Hitler und Frauenhass

Was sind eure legendärsten Schwänzer-Storys?

Was sind eure legendärsten Schwänzer-Storys?

Marilyn Manson ist in ICF-Gebetshalle unerwünscht

Marilyn Manson ist in ICF-Gebetshalle unerwünscht