Wir haben Drohnen aus Papierfliegern gebastelt

Der Drohnen-Hype ist real. Wir wollten unser inneres Kind rauslassen und Drohnen aus Papierfliegern basteln. Das war gar nicht so einfach und verdammt frustrierend.

Ganz ehrlich: Wir stehen auf Drohnen. Mit ihnen lassen sich nicht nur atemberaubende Schnappschüsse einfangen, man fühlt sich beim Fliegenlassen wieder wie damals beim Drachensteigen mit den Eltern – nur irgendwie rebellischer. Um das Kindheitsfeeling so richtig auszukosten, bestellten wir deshalb ein Kit, das einen stinknormalen Papierflieger durch einen Elektromotor zur Papierflugzeugdrohne umfunktionieren soll.

Der «PowerUp 3.0» der gleichnamigen Firma sieht erstmal unscheinbar aus und kommt mit Ladekabel, Ersatzpropeller, Faltanleitung und Smart Modul daher. Die beigelegten Faltblätter, aus denen wir dir Flugzeuge basteln sollen, sind rot und sehen komplizierter aus als so manche Origamianleitung. Stichwort Origami: Für Menschen, die nach ein paar falschen Faltbewegungen in Wuttränen ausbrechen, ist das übrigens nichts. Nach dem dritten Mal schaffen wir es letztendlich doch noch und sind ein bisschen stolz auf uns.

Bruchlandungen am laufenden Band

Der Akku muss nur für eine halbe Stunde in die Büchse – hält aber auch bloss zehn Flugminuten. Wir laden die passende App runter, mit der das Papierflugzeug gesteuert wird, und verziehen uns nach draussen. Das Bluetooth-Signal ist verbunden, das Modul sitzt auf dem Papier und der Propeller dreht sich, sobald man den Regler in der App hochschiebt. Alles steht in den Startlöchern.

Und dann: Eine Bruchlandung nach der anderen. Auf der Packung steht etwas von 55 Metern Kontrollbereich – wir lachen verzweifelt, denn das bereits zerknitterte Flugi schafft nicht mal die ersten zehn Meter, ohne auf den Boden zu krachen und sich wild im Kreis zu drehen. Gut, möglicherweise sind wir nicht die begabtesten Bastelkünstler, aber die Enttäuschung ist gross.

«Eigentlich produziert man mit dem PowerUp-Flieger nur Abstürze!»

Spätestens als wir uns den Propeller immer wieder in die Finger hauen – was echt verdammt weh tut –  und das Flugzeug nur noch im Busch neben der Strasse landet, geben wir auf. Nie im Leben werden wir das verdammte Ding in den Himmel hieven können. Das bestätigen uns übrigens auch diverse Rezensionen im Netz: «Leider ist es nach dem ersten Flug kaputtgegangen», beklagt sich einer. «Hatte große Erwartungen, aber eigentlich produziert man mit dem PowerUp-Flieger nur Abstürze! Es war nicht möglich den Flieger zu steuern!», schreibt ein anderer.

Für rund 40 Franken ist der «PowerUp 3.0» immerhin nicht unbezahlbar. Trotz der vielen Sturzlandungen hat das Basteln und Fliegen ja trotzdem irgendwie Spass gemacht – immerhin konnte sich unser inneres Kind mal so richtig austoben.

Wer sich den Propeller selber um die Ohren hauen und lieber ein eigenes Bild machen will, kann die Mini-Drohne über den Schweizer Vertrieb «Creanorm» oder auch über «Amazon» bestellen.


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14 Kommentare

F. Walter vor 11 Tagen
Funktioniert einwandfrei wenn man es kann. Aber für das selbe Geld gibts inzwischen ja schon kleine Quadrocopter Drohnen, wenn man nicht basteln sondern nur ein bisschen fliegen will.
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Zombie vor 21 Tagen
Hmmmm??? Grundsätzlich hielt ich niemals etwas von Drohnen aber eine Drohne von dem Tilllateteam gebastelt, würde ich auf jeden Fall in ein schönes Glas legen und würde Diese in allen Ehren bei mir im Zimmer aufbewahren und es ist mir dermassen sowas von Wurscht was andere denken, denn mir hat aber niemand vorzuschreiben welche Zeitung ich lieb haben darf und welche nicht!!! Grüsse und Knuddels für das gesamte T.Team und Ihre Vorgesetzten, Euer Alessandro alias Zombie!!!
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Praktiker vor 22 Tagen
Naja... Ein kleines Bisschen technisches Verständnis und handwerkliches Geschick gehören schon dazu. Bei mir hat der Flieger herrlich funktioniert. Gruss, kein Akademiker/Studi.
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Antwort von Andi vor 22 Tagen
Gratuliere! Bei mir der selbe totalerfolg.. Übrigens: geisteswissenschaftliches studium..
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