«Die Erde ist unser Lover»

Unsere Erde ist ein schöner Planet. Manche finden ihn sogar so schön, dass sie mit ihm schlafen wollen – willkommen in der Welt der Ökosexuellen.

«Die Erde ist unser Lover», heisst es im Manifesto von Beth und Annie. Die beiden Künstlerinnen aus San Francisco werden beim Anblick von Bäumen, Gewässern und Gräsern scharf – sie identifizieren sich als ökosexuell.

Laut Beth soll es weltweit rund 100'000 Anhänger geben, die ihre Liebe zur Natur sexuell ausleben und dem Ausdruck «Bienchen und Blümchen» damit eine ganz neue Bedeutung geben. Erst jetzt schwappt der Begriff langsam in den Mainstream und sorgt bei uns für Verwirrung und ungläubiges Kopfschütteln.

Sex im Schlamm, wichsen im Wasser

Jeder definiert die sexuelle Orientierung anders: Manche Anhänger bezeichnen sich beispielsweise als aquaphil, teraphil oder pyrophil– finden also Wasser, Dreck und Feuer besonders geil. Einige Leute holen sich im Schlamm rollend einen runter, masturbieren unter einem Wasserfall oder ficken Baumlöcher. Andere wiederum verstehen den Begriff als Möglichkeit, ihr Bedürfnis nach einem nachhaltigen Sexleben auszudrücken und möchten nur Produkte verwenden, die gut für die Umwelt und ökologisch abbaubar sind.

Alles nur eine billige Ausrede für naturverliebte Veganer und nudistisch veranlagte Hippies, um ungehemmt und nackt durch Wälder zu hüpfen? Möglicherweise. Die Liebe zur Erde reicht bei vielen sogar so weit, dass sie Mutter Natur einen Ring auf den Zweig stecken wollen, um für immer mit ihr vereint zu sein.

Ökosexuelle Hochzeiten – eins sein mit Mutter Natur

Dank der wachsenden Bekanntheit der Bewegung ist das tatsächlich möglich: Die beiden Performance-Künstlerinnen Beth und Annie führen Hochzeitszeremonien in der ganzen Welt durch und tourten mit ihrem Konzept bereits durch neun Länder. Das durchgeknallte Spektakel haben sie zu unserem Glück – oder eher Unglück – per Videokamera festgehalten.

Im gezeigten Film geben sich die Lover das Ja-Wort, während sie zeitgleich jeweils ein anderes Naturelement heiraten. Die gezeigten Aufnahmen sind der totale Overkill an Sinneseindrücken: dreckverschmierte, nackte Körper, schräge Performancekunst, orgastische Operngesänge, aufgewühlte Erde und schrille, von den jeweiligen Elementen inspirierte Outfits, die auf uns einprasseln.

Schräge Performancekunst, die uns verstört zurücklässt

Der Film ist abgedreht genug, um die perfekte Grundlage für einen abgefuckten Sci-Fi-Film zu liefern. Nur, dass Ökosexuelle wirklich existieren und nicht nur Teil eines Scripts sind, das irgendwo in einer Schublade darauf wartet, verfilmt zu werden.

Schön, dass es immer noch Menschen gibt, denen das Wohl der Erde so sehr am Herzen liegt. Gerade in Zeiten des Klimawandels und unserer schnelllebigen Konsumgesellschaft, die einen zerstörerischen Einfluss auf unsere Umwelt hat, ist das vorbildlich. Ob das Vögeln mit Mutter Natur aber nötig ist, um bewusster mit ihr umzugehen – das lassen wir mal im Raum stehen. 


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37 Kommentare

Steri Boy vor 12 Monate
Für mich auf dem richtigen Weg;"that vegan couple".Leben vegan,er ist vasektomiert.Heisst ,Sie weigern sich die Welt weiter zu überbevölkern.
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NAD vor 12 Monate
Ich erschrecke mich ab den vielen Leuten die mitmachen :-/
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Dr. Frenckenstein vor 12 Monate
Gebt mir ein Raumschiff das ich von diesen Bekloppten die auf dieser Planeten leben runterkomme......keine Lust mehr auf Amis, Präsidenten, Zombies, Gamesüchtige, Alkis, Religionsfanatiker, Homophobe, Nazis, Linksautonome, Chaoten, Korrupte, Sekten, Steuern, Terroristen, Salafisten, Narzissten, Satanisten usw....... wer kommt mit?
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Antwort von vor 12 Monate
Du magst dur eine religion nicht Satanismuss? Bitte klähre dich darüber auf ist eine ganz normale religion. Die geschichten stimmen nicht die erzählt werden.
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