Diese Drag Queen ist erst 8 Jahre alt!

Die Welt ist in Aufruhr: Ein kleiner Junge tanz wild auf der Bühne – selbstbewusst, stark geschminkt und in Frauenkleidern! Ein aufsteigender Superstar oder nur Produkt elterlicher Geltungssucht?

An Montreals Travestie-Himmel leuchtet und schimmert und blinkt und glitzert ein neuer Star: Eine fabulöse Queen namens Lactatia. Aber keine Angst – selbst, wenn der Name anderes erwarten lässt: Hier ist alles vollkommen laktosefrei.

Kreatives Genie oder Kindesmisshandlung?

Hinter der Kunstfigur steckt nämlich ein achtjähriger Junge – und damit eine der wohl jüngsten Drag Queens der Welt. Nemis Quinn Mélançon-Golden, wie Lactatia im wahren Leben heisst, kreierte mit gerade mal sieben Jahren sein weibliches Alter Ego, mit dem er jetzt Bühnen und Herzen rund um die Welt erobern will. Während viele seiner Altersgenossen das Konzept von Geschlecht gerade erst beginnen zu begreifen, experimentiert der pfiffige Kanadier jetzt schon mit Genderrollen.

Doch wie weit sind Nemis’ Eltern in Lactatias Karriere involviert? Ein virales Video der jungen Queen zusammen mit Bianca del Rio (Gewinnerin der kultigen Reality-Show «RuPaul’s Drag Race») auf der Bühne brachte nicht nur Begeisterungsrufe und unzählige neue Fans, sondern auch Kritiker auf den Plan: Kindesmisshandlung, um die eigene, misslungene Showbiz-Karriere zu kompensieren, wird der Mutter vorgeworfen.

Eine gesunde portion Selbstbewusstsein

Dass dem nicht so ist, sondern der glamouröse Charakter einzig und allein der Fantasie und dem Willen des Jungen entsprang, erklärt der kleine Superstar selbst – und ist dabei ziemlich überzeugend: «Jeder kann im Leben alles erreichen», stellt Nemis im Video-Interview mit «LGBT in the City» fest. «Wenn du eine Drag Queen sein willst und deine Eltern erlauben es nicht, brauchst du neue Eltern. Wenn du eine Drag Queen sein willst, und deine Freunde mögen es nicht, brauchst du neue Freunde.»

So viel sassy Selbstbewusstsein findet man nicht allzu häufig in Achtjährigen. Schon gar nicht in stark geschminkten, achtjährigen Buben in schönen Kleidern. Eines scheint sich klar abzuzeichnen: Für Lactatia ist es erst der Anfang einer langen, schillernden Bühnenkarriere.




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82 Kommentare

Peter Bond vor 2 Monate
Von den amerikanischen Quellen ausgehend muss leider von einem starken Einfluss der Eltern ausgegangen werden, der bereits anfing, als der Junge gerade begann, richtig sprechen zu lernen.
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Weder normal noch schön, vor 3 Monate
und in dem Alter (knochig, dünn, die Mädchen oft leider noch langhaarig) ein noch widerlicherer Anblick: Die Natur hat uns im für uns normalen Körper geboren. Verkleidungen und Operationen sind weder normal noch schön geschweige denn natürlich.
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Felidae vor 3 Monate
Nur mal am Rande, weil hier die Transgender-Diskussion läuft. Ich hab mir sagen lassen, dass eine Drag Queen nicht zwangsläufig im falschen Körper geboren ist, diese zwei Dinge haben also eigentlich nix miteinander zutun? Oft ist es wohl auch einfach die Freude an der Verwandlung? So hab ichs zumindest im Kopf, man mag mich gerne korrigieren, wenn ich das falsch verstanden hab. (dass ein 8 jähriges da nix verloren hat, steht eh nicht zur Diskussion...)
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Antwort von Marco vor 3 Monate
Der Junge ist einfach ein guter Künstler. Alleine durch sein Auftreten löst er diesen enormen Diskurs aus. Ist doch normal, dass man sich als Kind verkleidet. Ihr projeziert so viel in diesen Jungen rein, wieso nur? Kümmert ihr euch alle wirklich so stark um sein befinden? sieht er so unglücklich oder misshandelt aus?
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