Krieg und Verderben auf Instagram

Zwischen Wohlfühlfood und dem #picoftheday zeigt ein Photojournalist auf Instagram verdammt eindrucksvolle Kriegsszenen aus dem Irak. Das ist wichtig.

Während wir Instagram mit Selfies, unserem glutenfreien Veganer-Frühstück und «unabschtlich» freizügigen Bildern vollspammen, stolpern andere Menschen durch Bombenhagel und zerstörte Quartiere und versuchen, die ganze Misere fotografisch festzuhalten. #nofilter.

Der brasilianische Photojournalist Felipe Dana arbeitet für die Nachrichtenagentur AP und fotografiert regelmässig im Irak, meistens in Mossul, der zweitgrössten Stadt des Landes. Und während die internationale Aufmerksamkeit hauptsächlich beim Nachbarland Syrien liegt, kämpfte Mossul die letzten drei Jahren mit einer Besetzung durch den IS. Und Dana war mit dabei.

Zeigen, weshalb Menschen fliehen

«Ich versuche nur zu zeigen, was hier geschieht», sagt Dana der britischen Tageszeitung «The Guardian». «Viele Menschen, die in Regionen ohne Konflikte leben, verstehen nicht, wie schwierig solche Situationen für Zivilisten sind. Viele Familien haben nichts mit dem Krieg am Hut und wollen nur überleben. Für mich ist es wichtig, diese Realität zu zeigen: Wie sich Familien durchkämpfen und wieso so viele versuchen zu fliehen.»

Viele seiner Werke stellt Dana auf Instagram – um eben nicht nur Zeitungsleser zu erreichen, sondern auch Leute, die sich üblicherweise durch Fotos von Fitnessmodels, Möchtegern-Influencer und Kunststudenten klicken. Und gerade für Menschen, die ansonsten in einer Blase aus Quinoa, Badefotos und Designkritzeleien leben, lohnt es sich, ihm zu folgen. Denn wenn du alle paar Tage eine kleine Prise Misere auf deinem Feed hast, schätzt du dein Leben entweder mehr, spendest vielleicht ein bisschen Kohle oder hörst auf von «Wirtschaftsflüchtlingen» zu quasseln. Ach, und: Seine Bilder sind schlicht grossartig.

Preisgekrönte Bilder

Wenn dir unsere Empfehlung (wieso auch immer) noch nicht reichen sollte: Für sein Bild «Battle for Mosul» landete er dieses Jahr auf dem dritten Platz des «World Press Photo 2017 Photo Contest». Enough said.

 

Some drone footage of the final battle in the Old City from a couple of days ago. More in apvideohub.com #AP @felipedana

Ein Beitrag geteilt von Felipe Dana (@felipedana) am 10. Jul 2017 um 22:39 Uhr


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7 Kommentare

Zombie vor 2 Monate
Hmmmm? Ja in der Tat, hat dieser Fotograf mein grösster Respekt, weil Er für ein paar Bildern sein Leben aufs Spiel setzt, Respekt!! Diese Bildern sind allerdings zum nachdenken!! Dieser Artikel verschafft mir dazu eine Begründung und ein grosser Dank auszusagen, an unsere Politikern, dass es uns hier gut geht!!! Jeder Mensch der meine Kommentare bis jetzt jemals verfolgt hat weiss sehr genau, dass ich unpolitisch und neutral bin und richte meine Persöhnlichkeit immer aufs " Wägen " und auf dem Moment des Geschehens!! Doch manchmal frage ich mich, wie die Politikern hier in der Schweiz es jemals geschafft haben, das hier nie solche Bildern entstanden sind? Neutral oder nicht neutral, wie haben Sie das jemals geschafft? In diesem Zusammenhang sind unsere Politikern viel mehr als nur Politikern, Sie sind Künstlern!! Natürlich läuft hier in der Swiss auch nicht immer alles schön und blumig und ich verstehe jeden Eidgenossen, der sauer auf die Politik hier ist, weil Diese nach gewissen Aussagen mancher Eidgenossen Bürgern ALLEEESSS falsch macht aber Politik ist menschlich und alles was menschlich ist kann man wenigstens versuchen zu verstehen bevor man sich eine Meinung aus dem nichtgenauwissen macht! Manche Eidgenossen sagten mir, dass ein Terrorist niemals ein Land angreifen würde, wo Er sein Geld deponiert hält, ein anderer Schweizer sagte mir, das die Schweiz nichts anderes als ein Geldwäscherland ist und noch ein anderer Swissman erläuterte mir, dass die Regierenden hier alle böse und gemein seien und all diese Leute wo mir das gesagt hatten, waren selber erstens mal keine Politikern und noch weniger Abgeordnete und waren in Ihrem Leben noch nieeeee einmal im Bundeshaus und haben sich dort mal umgesehen, Diese sind dann in meinen Augen eher besoffen, weil diese über andere urteilen mit denen Sie vorher noch nie persöhnlich in Kontakt waren und haben tatsächlich das Gefühl, dass unsere eidgenössischen Politikern im Bundeshaus eher Playstation spielen anstatt zu arbeiten und nehmen sich plus noch das Recht völlig unrealistisch zu behaupten dass wenn Sie dort wären dann würden Sie das und das und das anderst machen etc doch das ist absoluter Schwachsinn, denn wenn einer von den Menschen mit denen ich diskutiert hatte dort wäre, dann müsste Er auch nur Befehle entgegen nehmen und diese dann befolgen und bearbeiten aber ich Zombie, garantiere und gehe ganz diszipliniert davon aus, dass das Leben eines Abgeordneten und seine Arbeit hier im Bundeshaus ganz anderst verläuft und es ist ein wahrhaftes hartes Leben, wo mit einer enormen grossen Verantwortung verbunden ist und wenn Ihr als Volk denkt, dass Diese nach Ihrer Arbeit einfach so ohne Securitys in einem öffentlichen Club eins trinken gehen dürfen genauso wie wir als Volk das tun dürfen und alle unsere Freiheiten haben überall hingehen und einkaufen gehen zu wollen dann täuscht Ihr Euch aber total!! Sie leben in einer Art goldener Käfig und sind in der Aussenwelt nicht sichtbar und das ist ein Leben, wo absolut nicht jeder haben will, daher haben alle Schweizer Politikern egal welcher Partei auch immer, mein grosser und vollen Respekt !!! Und was ist jetzt meine definitive Meinung über unsere Schweizer Politikern? Gar keins von deren, die man mir gesagt hatte sondern eben, dass unsere Politikern hier doch wahre Künstlern sind und auch nur das tun müssen, wo Sie eben tun müssen und in vielen Sachen und Angelegenheiten, wo gegenüber in anderen Ländern weltweit passiert, genauso wie es dieser Artikel hier deutlich zeigt, so sind unsere Politikern tatsäschlich weit überlegen und lassen es nicht zu, dass es soweit noch kommen muss und bis jetzt weiss ich aber ganz genau, dass Sie im grossen Ganzen immer ganz professionell gehandelt haben und Asylbewerbern die sich bei uns nicht anpassen konnten entweder hinter Gittern sind oder abgeschoben wurden, wo ja auch in viele Zeitungen drinn stand und ich bin nun mal ein Zombie, der nie den Ueberblick verloren hat und kann über gewisse Fehlern ganz gut hinwegschauen und verzeihen, denn wieviele Fehlern im Leben habe ich den auch schon gemacht und es wurde mir dann auch verziehen, HE? Also mache ich das mit unseren eidgenössischen Politikern und allgemeinen Mitmenschen genauso, denn solange ich hier keine Bomben auf uns hinab fliegen sehe und weiterhin meine Spaghetti und Raclette essen darf genauso wie meine Mitmenschen auch, ist mir alles Recht und sage Danke, dass es Sie gibt und verbeuge mich vor allen eidgenössischen Politikern und der 20min Presse und das Tilllateteam!!
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Antwort
Antwort von Silvio vor 2 Monate
Dafür, dass du keine Ahnung hast, schreibst du verdammt viel.
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Antwort
Antwort von Adele vor 2 Monate
Dafür dass du ganz viel Ahnung haben willst, schreibst du verdammt wenig.
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Antwort
Antwort von M. K. vor 2 Monate
Dafür, dass ich keine Ahnung habe was ich schreibe, habe ich verdammt viel, äh...
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