«Fans lieben es, wenn ich ungeschminkt masturbiere»

Die neue Seite «OnlyFans» ist wie Twitter. Grösster Unterschied: Der Spass ist kostenpflichtig und lockt somit Erotik-Darsteller an, die ihre eigenen Amateuraufnahmen nicht verschenken wollen.

Professionelle Pornodarstellerinnen wie Joanna Angel verdienen ihr Geld mit Sex vor der Kamera. Neben aufwändigen Produktionen – die auch gerne mal zehntausende Franken kosten können und von perfekter Beleuchtung, Choreographie und makellosen Aufnahmen leben – boomt auch die Beliebtheit von selbstgefilmten Backstage-Momenten oder sexy Amateuraufnahmen mit dem Smartphone.

Ungeschminkt im Bett masturbieren

Dem Magazin «Vocativ» erzählt Angel, dass ihr Publikum mit einem schnellen Hintern-Selfie oder einer spontanen Szene im Bad ebenso vollends zufrieden sei, wie mit einem teuer gemachten Pornofilm. «Ich investiere viel Zeit, Mühe und Geld in meine Produktionen. Es scheint aber, als würden sich viele Fans fast lieber dazu einen runterholen, wie ich ungeschminkt in meinem Bett masturbiere und das mit meinem Handy aufnehme.»

Solche kleinen Goodies postet sie – genau wie der Grossteil ihrer Branchenkollegen – regelmässig auf Social Media wie Twitter, um sich selbst und ihre Arbeit zu promoten. Das ist auch der Grund, aus dem sie «OnlyFans.com» beigetreten ist. Die Seite (und App) sieht dem Mikro-Blogging-Dienst zum Verwechseln ähnlich und ist auch von der Bedienung her ziemlich gleich. Der grösste Unterschied: Um hier Inhalte sehen zu können, muss man bezahlen.

Neue Einnahmequellen müssen her

Vor allem Pornosternchen nutzen mittlerweile das Konzept, um ihre selbstgedrehten Amateuraufnahmen und Behind-the-Scenes-Storys gewinnbringend an den Mann zu bringen. Das überbordende Angebot an professionellen Hardcore-Szenen im Internet macht diese direkte, unverfälschte und auch menschliche Art von Erotik umso begehrter. Und wie es halt so ist in der Wirtschaft: Je reichhaltiger das Angebot, umso geringer die Nachfrage. Ergo: Neue Einnahmequellen müssen her.

Für umgerechnet etwas mehr als 13 Franken pro Monat postet Joanna Angel also mehrmals täglich private, intime und sexy Einblicke in ihren Alltag und ihre Öffnungen. «C’est la vie! Ich muss mich anpassen,mit der Zeit gehen und neue Wege finden, um Cash zu machen», gibt sie offen zu. Zusätzlich zum Abo können Fans noch Trinkgeld spenden, wenn ihnen bestimmter Content ganz besonders gut gefällt – das Geld landet direkt auf den Konten der jeweiligen Darstellerinnen und Darsteller. Denn die müssen schliesslich auch irgendwie ihre Brötchen verdienen.


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24 Kommentare

Ekeltoni vor 2 Monate
Warum haben heute bloss alle tattus? Wenn s alle haben ists nicht mehr individuell und so...
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Antwort von WeissesBlatt vor 2 Monate
Ich hab keine tatoos. Jetzt bin ich INDIVIDUELL wie COOL...
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Fap vor 3 Monate
Nope, würde niemals für Porno bezahlen. Heil Pornhub!
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Antwort
Felidae vor 3 Monate
Aha...und jetzt?
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