Kriegst du Stress wegen Kiffer-Fotos auf Facebook?

Die Hamburger Polizei leitete aufgrund eines Joint-Fotos auf Social Media ein Strafverfahren ein. Geschieht dies auch in der Schweiz?

Derzeit macht ein Foto eines angeblichen Briefs der Polizei Hamburg die Runde. «Durch Internetrecherche wurde bekannt, dass Sie gegen das BTMG verstossen haben, indem Sie Joints in Bildern (Facebook) aufzeigten», schrieben die Ordnungshüter. Gegenüber dem Szene-Magazin «grow.de» bestätigte eine Sprecherin der Polizei, dass «das Veröffentlichen von Bildern mit rauschgiftverdächtigen Substanzen einen Anfangsverdacht begründet». Und auch auf Twitter erläutert die Polizei, dass ein Strafverfahren in solchen Fällen nicht auszuschliessen sei.

Heisst das nun, wir können künftig nicht mehr mit unseren selbstgebastelten Bongs im MacGyver-Style oder dem angeblich längsten Joint der Welt auf Facebook posieren? Bedeutet die das Aus für all die coolen Kiffer-Girls auf Periscope und für die Dudes, die mit Koks-Linien Smileys gestalten und diese auf Instagram stellen? (Ja, das gibts.).

Keine aktive Fahndung auf Social Media

Die Kantonspolizei Zürich betreibt keine aktive Fahndung auf Social Media, was den Konsum von Betäubungsmitteln betrifft. Bestehe jedoch ein laufendes Verfahren, könnten aufgrund eines Social-Media-Checks potentiell Konsequenzen folgen. Bei der Kantonspolizei Bern sieht das ähnlich aus: Es sei nicht auszuschliessen, dass aufgrund eines Social-Media-Posts ein Verfahren eröffnet würde – aktive Fahndung wird in diesem Bereich aber keine betrieben.

Das heisst jedoch nicht, dass man auf Social Media tun und lassen kann, was man will. Die KaPo Bern nennt etwa Raserei als Beispiel für einen Tatbestand, dem aufgrund von Videos nachgegangen werden kann. Und gegen Ende des vergangenen Jahres gab es bei der Kantonspolizei Zürich gleich zwei Fälle, in denen Menschen auf Facebook Andeutungen oder gar Drohungen im Bezug auf einen möglichen Amoklauf machten. Die Polizei ermittelte in beiden Fällen.

Das heisst: Bisschen Nachdenken vor dem Posten schadet nicht – auch wenn ihr wegen euren Jointbildern wahrscheinlich (!) keinen Stress bekommen dürftet.


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25 Kommentare

Richtig so ! vor 9 Tagen
Diese Verherrlichung des sehr schlimmen Drogenkonsums muss endlich gestoppt und viel härter gehandet werden. Mal eine Woche U-Haft, dann kann man dem Chef gleich selbst erklären, warum man nicht auf der Arbeit erschien! Aber all die Links Kuschler, EU-Turbos und Trump-Haters überall wollen ja nur mit Drogen ihr trauriges Leben leben. Mal richtig arbeiten und einen Wald abholzen gehen, dann ist man auch müde am Abend und braucht gar keine Drogen!!!!!
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Antwort von Nick vor 8 Tagen
Ich arbeite richtig! (Bin im holzbau tätig, falls dir das arbeiten im büro zu wenig ist) und doch geniesse ich gerne mal einen joint, das muss aber nicht jeden monat sein! Ich geb dir recht, wenns drum geht, dass einer täglich kifft, dass dies nicht unbedingt fördernd ist. Aber so ists auch beim täglichen litter feierabendbier! Das grosse problem bist eher DU mit deinem schwarzweiss-denken!
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mutzkop vor 9 Tagen
ich habe CBD zuhause, würde mir dass passieren, würd ich behaupten, es sei dieses gewesen. gem. unserer rechtsabteilung muss bewiesen werden, dass es sich um thc handelt. Resp. in DE würde ich behaupten es seien ungebleichte papiere und nur tabak. Bspw. könnte ich auch mit Mehl das koksen imitieren, niemand kann mich wegen mehlschnupfens verurteilen...also bitte...
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Makaveli vor 9 Tagen
Das geht überhaupt nicht. Bei einem foto könnte man sagen es ist eine selbst gedrehte zigarette. Man muss es vor gericht beweisen können ansonsten heisst es... im zweifels fall für den angeklagten! Mein gott es ist nur grass... wir leben im 21. jahrhundert
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