Das virtuelle Gefängnis von Kentucky Fried Chicken

Der Fast-Food-Gigant Kentucky Fried Chicken bildet seine Angestellten mit einem Virtual-Reality-Game aus. Das Spiel gleicht einem dystopischen Horrorszenario.

Zugegeben: Die Idee des wohl bekanntesten Hühnchenunternehmens ist gar nicht so schlecht, eigentlich. Mit Hilfe eines VR-Games sollen neue Angestellte einfach und kostensparend in die Welt des Frittierens von Pouletteilen eingeführt werden. Da es sich bei vielen KFC-Angestellten wohl um Millenials mit abgebrochenem Kunststudium und einer Vorliebe für Snapchat-Filter handelt, scheint die Methode auch angemessen zeitgemäss zu sein. Die Umsetzung hingegen, die lässt etwas zu wünschen übrig.

Das Trainingsgame mit dem Titel «The Hard Way» wirft dich nämlich in einen dystopisch wirkenden, im «Bioshock»-Stil mit Steampunk-Elementen gespickten Raum. Während du zuerst etwas orientierungslos aus der Wäsche blickst, hörst du die Stimme von Colonel Sanders, dem Gründer und Markensymbol von KFC, die dir klarmacht: Aus dem Raum gibt es kein Entkommen. Es sei denn, du bereitest das perfekte Hühnchen zu. Das ist der Stoff, aus dem Albträume gewoben werden.

«Teil des Ausbildungsprogramms»

Wenn man sich einen Durchgang ansieht – das Spiel ist leider nicht öffentlich zugänglich –, kommt man unweigerlich zum Gedanken: Das kann doch nicht ernsthaft Teil der Ausbildung sein und soll wohl schlicht ein Marketing-Stunt sein. Wie das Unternehmen aber gegenüber dem Videospielmagazin Eurogamer bestätigt, ist das tatsächlich der Fall: «Jawohl, das ist nicht nur eine lustige Erfahrung, sondern wir verwenden diese Technologie ergänzend zu unserem bisherigen Ausbildungsprogramm.»

Im Herbst dieses Jahres sollen übrigens die ersten beiden KFC-Filialen in der Schweiz eröffnet werden. Falls ihr also Bock darauf habt, ein abgefahrenes Trainingsprogramm zu durchlaufen – kündigt euren Job und werdet Hühnchenfrittierer. 


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7 Kommentare

Max Brillo vor 3 Monate
Das wären dann nicht die ersten beiden Filialen von KFC in der Schweiz, sondern Nr. 2 und 3. Die erste öffnete 1981 am Stauffacher, gegenüber dem ersten McDonalds in Zürich, aber überlebte nur knapp 3 Jahre. Damals gabs bei Wienerwald noch bessere Poulets.
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CH-Huhn vor 3 Monate
Und seit wann heisst dieses Ding im der Schweiz "Hühnchen"? Dachte immer, dass man das Poulet nennt.
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Nick vor 3 Monate
Ihr glaubt wirklich eure Leser verstehen 'dystopisch'?
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Antwort von Supporter vor 3 Monate
Sollte man wohl eher mit Echtzeit übersetzten 😉 Jetzt aktuell wenn "Schöne neue Welt" und Orwells "1984" wieder ein Revival in der Pop-, Film-, und Serienkultur findet, geht's vielleicht mit diesem Wort. Was mich mehr ärgert ist das Hähnchen? Chömed scho eh, Poulet, Güggeli, etc.
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