Kanye Wests neues Album ist schon ein Meme

Vor einigen Tagen veröffentlichte Kanye West sein achtes Studioalbum. Dem Internet dient das Plattencover als Steilvorlage für köstliche Memes.

Letzten Freitag überreichte Kanye der Welt überraschend sein neuestes Geschenk: Das achte Studioalbum «ye». Insgesamt dauert sein Werk schwache 23 Minuten. Und ebenso schnell wurde das Cover – das etwa den motivierenden «Feel Good»- und «Carpe Diem»-Bildern auf der Social-Media-Plattform Pinterest gleicht – dazu geschossen. Zu sehen: Ein einfaches Foto der Bergkette in Jackson Hole, im US-Bundesstaat Wyoming. Im Vordergrund prangt «I hate being Bi-Polar/its awesome» (Ich hasse es, bipolar zu sein/es ist grossartig) in einer grellgrünen Handschrift.

Laut einem Tweet von Frau West, a.k.a. Kim Kardashian, schoss ihr 40-jähriger Ehemann das Plattencover auf dem Weg zu seiner Listening-Party, nur ein Tag vor dem Release, mit seinem iPhone.

Das Leiden des Genies

Der Spruch auf dem Cover ist vermutlich eine Anspielung auf sein wirres Twitter-Geplapper der letzten Wochen. Kanye gab sich unter anderem als Trump-Supporter zu erkennen und warf bei einem Interview der US-amerikanischen Nachrichtenwebseite «TMZ» Dunkelhäutigen vor, dass die 400 Jahre lange Sklaverei selbstverschuldet sei. Aua.

Ob bei dem Rapper aber wirklich eine bipolare Störung festgestellt wurde, bestätigt er im neuen Interview nach der «ye»-Veröffentlichung mit Radio-Moderator Big Boy nicht. Während dem Gespräch bezeichnet er die Krankheit immerhin als Superkraft und erzählt, er sei «gesegnet und privilegiert», dass er Musik machen könne. Sie gebe ihm das Gefühl, dass alles in Ordnung sei. «Andere Menschen mit psychischen Erkrankungen haben dieses Glück nicht», bedauert Kanye.

«Sklaverei war keine Wahl»

Kein Wunder flippt das Internet nach diesem Interview und dem polarisierenden Cover aus. Das Netz wird derzeit mit «YEmes», also Kanye Memes, überflutet. Stets mit demselben Cover des neuesten Albums. Auf einigen stehen nicht sehr ernstgemeinte Sprüche à la «Ananas gehört nicht auf die Pizza» und «Weisse Schokolade ist keine echte Schokolade».

Mit den gefakten Covers übt das Netz aber auch Kritik am Rapper aus. Auf einem Bild steht «Slavery wasn’t a choice for four hundert years». Und ebenfalls finden auch andere Yeezy-Zitate ihren Weg auf das Artwork, wie beispielsweise «Bush Doesn't Care About Black People». Diese Aussage bemerkte der Musiker 2005 während einem TV-Konzert für Opfer des Hurrikans Katrina.

DIY-Plattencover

Wer Lust hat eigene «ye»-Memes zu erstellen, kann das sehr einfach mit dem «yenerator» – ein Generator, mit der man das neueste Plattencover nachstellen kann – tun. Sogar Kanye tweete Samstagabend den Link zur Seite. Ob er selbst dahintersteckt, weiss man nicht.

Die besten Artworks findet ihr in unserer Diashow.


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2 Kommentare

CHer vor 16 Tagen
Der Typ scheint Humor zu haben - und einen guten Geschmack, was Landschaften angeht (Grand Teton National Park).
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Vesna K. vor 16 Tagen
Diesen Slash "/" hats nicht in der grünen Schrift, wieso schreibt man ihn denn hin? Es heisst "Ich hasse es Bi-Polar zu sein, es ist grossartig". Nix Slash, das ist ein normaler Satz.
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