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Mit «The Happytime Murders» kommt ab Sommer der wohl kontroverseste und nicht-jugendfreiste Puppenfilm aller Zeiten in die Kinos. Ein offizieller Gerichtsentscheid legte jetzt fest: Klagen wegen Verwechslungsgefahr mit anderen Puppen werden abgewiesen.

 

Fun Fact: Zwei grosse Anwaltsteams streiten sich vor Gericht wegen einer Kinoproduktion, in der Puppen die Hauptrollen spielen. Ein ehrenwerter, studierter und alteingesessener Richter soll ein rechtsgültiges Urteil darüber fällen. Bei besagtem Streifen handelt es sich natürlich um den wohl jetzt schon kontroversesten Puppentrickfilm aller Zeiten: «The Happytime Murders».

Böses Spektakel, nichts für Kinder

Die schwarze Komödie unter der Regie von keinem geringeren als Brian Henson – legendärer Puppenspieler und Sohn des «Muppets»-Erfinders Jim Henson – behandelt eine mysteriöse Mordserie im dunklen, gefährlichen Puppen-Untergrund. Tief im Sumpf von Verbrechen, Drogenhandel und Prostitution.

Drogensüchtige, mordende, fluchende, sich prostituierende Junkie-Puppen passen den Machern der familienfreundlichen «Sesamstrasse» jedoch wunderlicherweise irgendwie mal gar nicht in den Kram. Und flugs gibts eine Anzeige: Der satirische Slogan «No Sesame. All Street», der im Trailer gezeigt wird, könnte Fans auf eine falsche Fährte locken und eine Verbindung zwischen der durch und durch politisch korrekten Kindersendung und dem bösen Muppet-Spektakel suggerieren.

Puppentrickfilm oder Porno?

Das Battle zwischen STX (dem Produktionsstudio hinter «The Happytime Murders) und «Sesame Workshop» (der Firma hinter der Sesamstrasse) führt letztendlich zu einer mehr als zweistündigen Diskussion vor Gericht, in der die Anwälte der Sesamstrasse mit allen Mitteln versuchen gegen die Tagline anzukämpfen.

Neben halbherzigen Versuchen, alternative Slogans vorzuschlagen («Böse Puppen», «Buppen werden wild» oder «Puppen nach Einbruch der Dunkelheit»), fahren sie auch härtere Geschosse auf. So etwa den Vergleich mit dem Siebziger-Jahre-Porno «Debbie Does Dallas», gegen dessen Titel das Football-Team «Dallas Cowboys» erfolgreich Einspruch einlegte.

Verwirrung ausgeschlossen


Richter Vernon Broderick lässt sich jedoch kaum von derlei Argumenten beeindrucken und fällt sein Urteil zugunsten der «Happytime»-Crew. Der Trailer – inklusive Slogan – darf bleiben, wie er ist: «Es dreht sich hierbei nicht um einen Porno», liess er in der Urteilsverkündung verlauten. «Es ist ein Film für Erwachsene. Das ist ein Unterschied!».

Auch würde die Tagline trotz des Wortes «Sesam» keinesfalls zu Verwirrung bezüglich des Inhaltes führen. Im Gegenteil: «Der Spruch ist ein humorvoller, prägnanter Wink an die Zuschauer, dass der Film nichts mit der Sesamstrasse zutun hat.»

STX lässt im Anschluss an das Urteil per Puppenfigur-Anwalt «Fred» verlauten: «Wir lieben die verdammte Sesamstrasse! Natürlich sind wir erfreut, dass das Urteil bestätigt, was von Anfang an unsere Intention war: Das Erbe von Jim Henson zu wahren und gleichzeitig eine klare Linie zwischen den Muppets, den Sesamstrassen-Charakteren und dieser neuen Welt, die wir mit Brian Henson kreiert haben, zu ziehen.»


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3 Kommentare

DaDave79 vor 16 Tagen
Must see, absolut!!!
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Antwort
Miri vor 16 Tagen
Die Frage ob Puppentrickfilm oder Porno stellt sich einem gesunden Menschen gar nicht. Wem da einer abgeht, der sollte sich einweisen lassen und zwar dauerhaft. Das sind wahrscheinlich dann die selben Menschen die Tieren beim kopulieren zusehen müssen.
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Antwort
c vor 16 Tagen
noch jugendfreier als meet the feebles?
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Antwort
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