Russe sprayt Graffiti in Wälder

Graffiti auf Wänden? Viel zu langweilig. Darum spannt ein russischer Street-Art-Künstler Frischhaltefolie im Wald und besprayt sie mit wütenden Eisbären und Dinosauriern.

Wer zwischen farblosen Betonblöcken grossgeworden ist, weiss: Graffiti sind von der wunderbar grauen Landschaft genauso wenig wegzudenken wie die sorgfältig auf dem Boden verteilten Haarbüschel in einer Frauen-WG. Um sich von den Scharen talentierter Graffiti-Künstler abzuheben, pflanzt Evgeny Ches seine Street-Art-Werke allerdings in eine ungewohnte Umgebung – den Wald.

Statt mit seiner Sprayfarbe also die Bäume zu verpesten, spannt der 35-jährige aus Moskau Frischhaltefolie von einem Baumstamm zum nächsten und kreiert darauf epische Bilder.

Kontrast und Harmonie zugleich

«Die Idee stammt von einem französischen Künstler», erzählt uns Evgeny. Er habe sich die Cellograffiti-Methode angeeignet, wenn auch mit Anfangsschwierigkeiten: «Ich habe Unmengen an Folie verschwendet.» Wenn wir uns seine Graffiti so anschauen, hat er mittlerweile aber offenbar keine Mühen mehr, die Cellophanfolie mit etwas Farbe aufzuhübschen.

Statt also mit verzerrten Schriftzügen die Wände des Nachbarhauses zu verkritzeln und Bewohner zu verärgern, lässt der Street-Art-Künstler die Natur mit archaischen Dinos, gefrässigen Eisbären und Eichhörnchen in Übergrösse verschmelzen. «Ich versuche, in meinen Werken sowohl einen Kontrast und gleichzeitig auch eine Harmonie zu kreieren», sagt Evgeny in einem Video auf seinem Youtube-Kanal. Eine Kunst, die eigentlich von kaltem Beton lebe, in die Natur zu versetzen, gebe ihr eine andere, neue Perspektive.

Kurzlebige Kunst

Für ein Motiv braucht Evgeny auch mal bis zu fünf Stunden – mal ganz abgesehen von der Suche nach den perfekten Bäumen: «Ich suche manchmal ganze drei Stunden nach geeigneten Plätzen, schliesslich geht es nicht nur um das Kunstwerk, sondern auch darum, ein gutes Foto davon machen zu können.»

Seine fast 30'000 Follower auf Instagram bewundern die Werke des Moskauers zwar, doch wird auch Kritik bezüglich der Umweltverschmutzung durch Cellograffiti breit. «Ich entferne die Graffiti mitsamt dem Plastik nach einer Woche jeweils wieder, falls sie nicht schon jemand anders entfernt hat», beruhigt der 35-Jährige. Die Kurzlebigkeit seiner Kreationen sei zwar schade, aber gehöre halt zu dieser Methode des Graffiti-Sprayens.


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30 Kommentare

Right Wing vor 4 Monate
Ach diese linken sprayer sind doch alle wirklich links und vom schwarzen Block und so. Ist einfach Realität und Fakt an einem tollen Eidgenössischen z.B. hat es nie Sprayer aber in den Städten sieht man in den Unterführungen überall solche linken Schmierereien. Warum jetzt sogar noch solche Vandalen wenn sie den schönen Wald kaputt machen eine Plattform bekommen weiss man echt nicht. Aber passt halt zu den links-journis überall. Muss man in der Journalist-Schule eigentlich links sein damit man überhaupt reingelassen wird oder wie? Schon schade wie es kein ausgeglichener Berichterstattung mehr gibt aber alle nur immer die selben Extremisten von links und so hochloben.
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Frau 1/2 russi vor 4 Monate
Mir konmt es langsam indenMedien so vor als würde man die Russen sehr gerne Loben ect. (Ich liebe die russen, schöne männer, manieren wissen noch was ein mann ist) aber höre langsam von vielen CH-Frauen (40-55+) das siesich da oben auf neue „neue souveniers“ suchen gehen. Was habt ihr nur? Habt jahrzehnte lang im schön warmen Süden euer tourismus bis hierher geschlept und nun wo ihr merkt das eshalt doch nicht so euerteibt entspricht wird ein Wunderschönes, noch sauberes Land ruiniert mit eurer dekatenz? Dieses ewig hochpuschen und möglichst coole darstellen von Russland führt genau dazu. War schon da als alle sich den süden „schön „ redeten!! Lieber Präsident lass keine CH/ D/ oder den süden in under land
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Antwort von seh ich auch so ! vor 4 Monate
Fällt mir auch auf. Zuerst haben sie uns Russen alle als kommunistisches Bösen vom Bösen dargestellt und sogar im CH Militär hiess es bei Übungen für Feind einfach: "Der Russe kommt". Jetzt ein paar Jahre später ist das Pendel in die andere Richtung gekippt, und besonders Rechtspopulisten und Rechtsbürgerliche versuchen sich beim starken Putin anzubiedern. Wie toll doch die harte Hand dieses Mannes sei. Wie parat der Russe halt noch sei, nicht so wie diese Araber und Südländer, usw. Echt nur erbärmlich. Gruss aus Moscow
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Nic vor 4 Monate
Wow! Gratulation dem Künstler. Sieht ja absolut schön aus 😃👏🏻 Bin begeistert
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