«Ich wurde nackt auf eine Liege gefesselt»

Der 22-jährige Severin erzählt von den beinahe traumatisierenden Umständen seiner Beschneidung.

«Eigentlich hatte ich keine grossen Probleme mit meinem Penis. Ich wusste aber, dass es wahrscheinlich noch besser sein könnte, wenn ich den Eingriff durchführen lasse», erklärt Severin seine Entscheidung, eine Frenulum-Beschneidung vornehmen zu lassen. Das bedeutet: Der 23-Jährige liess sich das Bändchen, das Vorhaut und Eichel verbindet, entfernen. «Ich hatte davor nur eine leichte Verkürzung, die war medizinisch unbedenklich. Aber im erigierten Zustand war es etwas schmerzhaft, die Vorhaut ganz runterzuziehen.»

Nach einem schnellen aber etwas peinlichen Besuch beim Urologen stand dann auch schon gleich der Termin für die Operation fest: «Der Arzt hat meinen Schwanz angeschaut, an der Vorhaut gezogen und schon hat mir eine Schwester Infomaterial und einen Termin gegeben. Ich hatte gerade mal drei Tage Zeit, um mich seelisch darauf vorzubereiten, dass mir da unten jemand etwas wegschneiden wird», lacht der junge Psychologiestudent.

Vor Angst keinen mehr hochbekommen

Zuhause habe er sich dann im Internet Videos von entsprechenden Eingriffen angesehen und langsam übermannte ihn die Angst: «Das sah ziemlich schlimm aus, muss ich gestehen. Und ich wurde vorher noch nie operiert!» Laut den Erläuterungen des Arztes (und den panischen Recherchen im Internet) sollten Patienten nach dem Eingriff das Glied mindestens vier bis sechs Wochen ruhen lassen. Was so viel heisst wie strenges Zölibat. Am besten nicht mal an Sex denken!

«Ich habe ein sehr aktives Sexualleben und ich onaniere auch gern mal, um Stress abzubauen. Länger als ein paar Tage habe ich seit ich zwölf war nicht mehr vollkommen abstinent gelebt», grinst der junge Mann. «Eigentlich wollte ich mich davor noch so richtig auspowern aber ich war so nervös, dass ich einfach keinen mehr hochbekommen habe.»

Und dann war er schon da – der Tag X. In der Klinik angekommen sei dann alles so schnell gegangen, dass er gar keine Zeit hatte, sich der Angst hinzugeben. «Ich musste mich sofort ganz nackt machen und so ein lustiges Krankenhaushemd anziehen. Eine ältere Schwester hat mir eine Art Betäubungscreme auf die Eichel und Vorhat geschmiert und schon war ich im Operationssaal.» Severins Stimme wird fast unmerklich leiser, man merkt, dass ihm die Erinnerungen unangenehm sind.

Als würde der Arm einschlafen

«Ich wurde dann tatsächlich mit Gurten an den Armen und Beinen komplett nackt auf eine Liege gefesselt. Damit ich mich während des Eingriffs nicht ruckartig bewegen konnte. Es war richtig entwürdigend.» Während der Arzt dann mit dem Eingriff begann, erzählte ihm die Krankenschwester, die er schon vom Eincremen kannte, von ihrer Tochter, die ungefähr in seinem Alter sei. «Sie wollte mich wohl ablenken. Aber es war ziemlich surreal. Du liegst gefesselt vor fremden Leuten, während ein Typ an deinem Schwanz rumschneidet und eine alte Frau dich mit ihrer Tochter verkuppeln will.»

Durch die betäubende Creme war die Operation zwar so gut wie schmerzfrei, gespürt hätte er aber trotzdem alles: «Du merkst halt, wie dir jemand mit einem Messer langsam etwas da unten abtrennt. Es ist ein bisschen, wie wenn dein Arm einschläft und du ihn berührst. Wie ein kribbelndes Stechen im Schwanz drin. Mega hässlich.» Das ganze Prozedere habe etwa eine Viertelstunde gedauert, sein bestes Stück sei eingewickelt und verbunden worden und nach einer kurzen Ruhephase durfte er auch schon wieder nachhause.

Schlimmer als erwartet

«Das Ganze ist jetzt ziemlich genau einen Monat her und ich bin noch immer nicht vollkommen darüber hinweg», lacht der frisch Beschnittene. «Ich traue mich nicht, meinen Penis richtig zu Waschen, lasse immer beim Duschen etwas Wasser darüberlaufen. Es brennt wie verrückt, wenn es mit Duschgel oder Seife in Berührung kommt. Ein bisschen ekelhaft, sorry.»

Fast schlimmer als die mangelnde Hygiene findet Severin aber mittlerweile den Orgasmusentzug: «Ich bin ständig geil aber ich habe Todesangst davor, dass etwas aufreissen oder platzen könnte. Immer, wenn ich eine Erektion bekomme, befürchte ich, dass gleich Blut in alle Richtungen spritzen könnte. Natürlich ist das Unsinn aber ich bin jetzt total paranoid. Und notgeil.»

Bereuen würde er die Entscheidung jedoch nicht: «Nein, das war schon richtig so. Danach gehts dann richtig rund!*, lacht er. «Trotzdem war es schlimmer, als ich es mir vorgestellt hatte. Ich will nicht lügen. Aber vielleicht bin ich auch nur eine Memme.»


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161 Kommentare

Dude vor 22 Tagen
Wie alle total assi drauf sind... schade um das schlaue volk. Mögt einander doch einfach und lasst gut sein..
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Didy vor 22 Tagen
Frauen Like wen du auf beschnittene stehst. Dislike wen du auf ekligevorhäute stehst.
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Antwort von Hugo vor 21 Tagen
Mann. Deutsch Du...
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SANDRO K vor 22 Tagen
Ich habe noch nie so viel Unsinn auf einmal gelesen: Erstens ist es keine Beschneidung, sondern eine Verlängern des Frenulum. Zweitens ist das eine sehr kleine und kurze Operation die bestimmt keine Vollnarkose braucht und Drittens tut das überhaupt nicht weh! Ich hatte das auch mal gemacht und bin seither einer der besten Stecher der Welt.
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