Dieser Stroh­halm schützt vor Ver­ge­walti­gungen

Drei Schülerinnen entwickeln einen intelligenten Strohhalm, der vor K.O.-Tropfen im Drink schützen soll. In einem Monat startet das Crowdfunding für den «Smart Straw».

Immer wieder liest und hört man von Date-Rape: Von Idioten, die in einem unachtsamen Moment Drogen in einen fremden Drink kippen und sich danach am bewusstlosen Körper vergreifen. Die «Rape Culture» ist leider ein wahres und gerade in den USA weit verbreitetes Phänomen.

Bisher gab es verschiedene Ideen um sich vor Date-Rape zu schützen: Ein israelisches Startup entwickelte einen portablen Drogen-Scanner und Schweizer Schülerinnen wollten mit einem Plastikdeckel verhindern, dass K.o.-Tropfen in Drinks geschüttet werden. Ein Nagellack, dank dem man easy mit einem Fingertauchen Drogen im Getränk erkennen sollte, entpuppte sich leider als nur mässig gute Erfindung. Kurz: Bisher setzte sich keine zuverlässige Lösung durch. Drei junge Frauen aus Miami wollen das jetzt ändern.

Ein intelligenter Strohhalm

Ihre Idee nennt sich «Smart Straw» – ein intelligenter Strohhalm, der mit zwei Teststreifen versehen ist und sich dunkelblau färbt, wenn er in Kontakt mit den meistbenutzten Date-Rape-Drogen (Ketamin und GHB) kommt. «Als junge Frauen hören wir viel zu häufig von Vergewaltigungen – gerade an der High School ist das extrem», erzählt Carolina Baigorri. Eine Bekannte der 17-Jährigen wurde unter Drogen gesetzt und vergewaltigt. Freundinnen ihrer beiden Mitstreiterinnen wurden ebenfalls Opfer von K.o.-Tropfen – Grund genug für die Schülerinnen, eine Lösung für das Problem zu finden.

Das Trio entwickelte die Idee im Rahmen eines Unternehmensseminars ihrer Schule. «Viele Mitschüler belächelten uns und meinten, das Problem sei gar nicht so gross», sagt die 17-jährige Susana Cappello. «Und unsere Lehrer gaben uns auch nur eine knapp genügende Note», ergänzt Victoria Roca – mit 18 die Älteste im Bunde. «Aber das hielt uns nicht davon ab, unseren Plan weiterzuverfolgen. Denn Date-Rape ist ein globales Problem.»

Immer mehr Fälle in der Schweiz

Während in den USA laut einer Studie des Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten jede fünfte Frau Opfer von sexueller Gewalt wird, ist die Zahl in der Schweiz nicht ganz so erschreckend. Aber auch hierzulande nahmen Schändungen (sexuelle Straftaten bei widerstandsunfähigen Opfern) in den letzten Jahren leicht zu. Im vergangenen Jahr wurden rund 200 Opfer gezählt – wobei die tatsächliche Zahl wohl höher liegen dürfte, denn diverse Betreuungsorganisationen schreiben immer wieder von Fällen, die sich nicht trauen, Anzeige zu erstatten.

In knapp einem Monat starten die Schülerinnen ein Crowdfunding auf Kickstarter. Kommt das nötige Geld zusammen, soll der «Smart Straw» weltweit vertrieben werden und auch in der Schweiz erhältlich sein. Wir hoffen, dass mit dem Strohhalm endlich ein Produkt auf den Markt kommt, das zuverlässig Date-Rape-Drogen erkennt und dem Ganzen ein Ende setzt. 


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144 Kommentare

Alter Sack vor 2 Monate
Die meisten sollten schlicht weniger saufen! KO Tropfen sind in den wenigsten Fällen im Spiel. Aber wie ich alter Rockmusiker weiss, kann man Saufen bis zur Bewusstlosigkeit. Und isst man dann auch noch wie win Vögelchen weiss ist dieses Level gerade mit Cocktails schnell erreicht. Und wenn man so sn den falschen Gerät oder sich selbst nicht unter Kontrolle hat kommts nicht gut. In diesem Sinne: Party on!
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Toni Servas vor 2 Monate
Lustig. 1. Haben Schweizer bereits ein Patent drauf. 2. Funktionieren die Tests mit Ethanol und Ascorbinsäure nicht. (Alkohol und Vitamin C). Also schickt nur mal Kohle. Umgesetzt werden, kann das Produkt nicht. Ihr bezahlt den Ladys sicher coole Ferien mit dem Geld!
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Paul vor 2 Monate
Noch 100 Jahre und Männer können nur noch im Zoo gesehen werden wären die Feministinnen davor am Protestieren sind wegen zu guten haltungsbedingungen.
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Mann vor 2 Monate
Liebe Femministinen wiso bekommen Frauen noch männliche Nachkommen? Sind doch alles potentielle Vergewaltiger. Sobald die diagnose Männlich im Bauch gestellt wird könnt ihr Abtreiben. Ohne Männer wäre euer Leben doch so viel besser.
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