«An ihrer Beerdigung habe ich Netflix geschaut»

Wir alle versumpfen manchmal vor dem Bildschirm, um unsere liebste Serie zu suchten. Wie gefährlich Bingewatching werden kann, zeigt uns der Kurzfilm «Bingewatchers Anonymous».

Lady Gagas neue Doku, die fünfte Staffel «Orphan Black» und #RealityHigh – auch wenn wir uns vornehmen, nur eine Folge oder einen Film auf Netflix zu schauen, bleibt es meistens nicht dabei. Wir sitzen auch Stunden später noch vor der Glotze – und drücken mit klebrigen Schoggihänden auf den «Weitergucken-Button». Denn: Nur eine Episode unserer Lieblingsshow zu gucken, anstatt alle in einer Sitzung zu suchten, fühlt sich ein bisschen an, wie einmal in die Chipstüte zu greifen und danach aufzuhören – irgendwie unbefriedigend. Bingewatching kann süchtig machen und das eigene Leben aus der Bahn werfen – darauf will zumindest der amerikanische Regisseur Kody Cunningham in seinem neuen Kurzfilm „Bingewatchers Anonymous»aufmerksam machen.

Netflix-Süchtige, die ihr Leben umkrempeln wollen

Der Film begleitet Jeff, einen unscheinbareren Mittzwanziger, der ziemlich nervös in einem Kreis der Selbsthilfegruppe «Anonyme Bingewatcher» sitzt, um seine Sucht und sein Leben wieder in den Griff zu kriegen. Von seinem Freund Brad in den kleinen Kreis eingeladen, hört er sich die unterschiedlichen Schicksale der anderen Serienjunkies an: «Ich bekam erst mit, dass ich die Hochzeit meiner Schwester verpasst hatte, als ich zum elften Mal auf «weiterschauen» geklickt hatte», erzählt eine Netflix-Süchtige. «An der Beerdigung meiner Oma habe ich Orange Is The New Black auf meinem Handy geschaut», gesteht ein anderer. 

Wir wollen euch nicht spoilern, deswegen verraten wir nicht, wie der Clip endet. Nur so viel: Jeffs Problem ist im Vergleich zum Rest der Truppe eher harmlos.

Dass der Kurzfilm bis oben hin mit Satire vollgepackt ist, ist offensichtlich. Doch die Message hinterlässt trotzdem einen leicht bitteren Nachgeschmack: Das Leben zieht schnell an einem vorbei, wenn man die ganze Zeit nur auf einen Bildschirm mit fiktiven Charakteren starrt.


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7 Kommentare

Laura vor 3 Monate
Hurensohn
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Kranke Menscheit vor 3 Monate
Nicht nur Handy süchtig,sondern auch Netflixsüchtig?Boah,die Menschheit ist tief gefallen.Nobel wird die Welt zu Grunde gehen
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Antwort von Michi vor 3 Monate
Ist glaub so ziemlich das gleiche. Die Handysüchtigen starren ja nicht auf einen leeren Bildschirm.
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Pascal vor 3 Monate
Ich wünschte die Leute würden endlich aufhören mit diesen Serien und Netflix Scheiss! Ich kanns wirklich nicht mehr hören oder lesen. Warum muss einem heute jeder mit so blödem sinnlosen Müll auf den Geist gehen???Hört auf Selfies zu mache und dumm im Weg zu stehen und hört auf euch wie Plastikpuppen zu verhalten!! Wo sind die Eier dieser flachwixenden Geselschaft aus lauter überkompensierender Spastend, die allen ihren Penis unter die Nase halten müssen um zu zeigen wie absolut geleckt und obergeil sie doch sind und wie absolut wunderschön der Strand in Costa rica war!! Flasche leer!!!
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