Die billigsten Hochzeiten sind die besten Hochzeiten

Achtung, Suchtgefahr! Die Doku-Serie «Australia's Cheapest Weddings» ist das merkwürdigste und zugleich beste Format, das die Welt des Trash-TVs zu bieten hat.

 

Was im Fernsehen nicht funktioniert, kann gerne Jahre später im Internet wiederbelebt und zum Superhit werden. Wie etwa die fantastische Reality-Doku «Australia's Cheapest Weddings». Die Show, in der es – wie der Name schon verrät – um die billigsten Hochzeiten Australiens geht, startete im Jahr 2016 im australischen Privat-TV und wurde nach gerade mal drei Folgen aufgrund schwacher Einschaltquote abgesetzt.

Die fernsehende Menschheit «down under» war wohl einfach noch nicht bereit für dieses wundervolle Kleinod, das sich erst vor wenigen Tagen als Netflix-Neuheit auf unsere Watchlist geschlichen und direkt in unsere Herzen katapultiert hat. Im Unterschied zu zahllosen anderen Hochzeits-Sendungen, bei denen wir in den meisten Fällen hysterische Bräute bei der Auswahl von überteuerten Brautkleidern beobachten können, sucht «Die billigsten Hochzeiten» einen etwas anderen Zugang.

Kein Budget? Kein Problem!

Umgerechnet rund 50'000 Franken investieren Australier im Durchschnitt in ihre Hochzeitsfeier. Aber nicht so die Brautpaare in unserer neuen Lieblingsshow! Die Sparfüchse in «Australias's Cheapest Weddings» haben alles, was normale Heiratswillige Paare auch haben: Träume, Hoffnungen, Wünsche, Vorstellungen. Nur eines haben sie nicht – Budget. Entweder, weil die finanziellen Mittel fehlen oder weil sie ganz einfach keinen Bock darauf haben, Unmengen von Kohle in ihre Heirat zu stecken.

Hier wird an allen Ecken und Enden gespart. Wer braucht schon kostspielige Blumensträusse, wenn es auch ein paar Plastikrosen aus Grossmutters Wohnzimmer tun? 3000 Stutz für ein Kleid, das man nur einmal im Leben trägt? Danke, nein. Da lässt man sich lieber ein Polyester-Schnäppchen aus China schicken. Das sitzt zwar nicht ganz so gut und man schwitzt darin wie eine Hure im Beichtstuhl, dafür kostet das Ding gerade mal einen Hunderter – inklusive Liefergebühr.

Romantik inklusive Buschfeuer

Die leider nur sechs halbstündigen Folgen der wohl süchtigmachendsten Hochzeits-Show der Welt vergehen wie im Flug und eignen sich perfekt für ein gemütliches Binge-Watching-Wochenende, wenn man mal die Nase voll hat von aufwendig produzierten Hollywood-Serien oder den Kardashians. «Die billigsten Hochzeiten» bietet alles, was man sich von einem Guilty Pleasure auf Netflix wünschen kann.

Natürlich Liebe und Romantik (immerhin gehts ja ums Heiraten!), ganz schön viel Drama (immer noch: Heiraten), selbstverständlich Spartipps und teilweise wirklich coole Lifehacks und DYI-Tricks und – wir dürfen nicht vergessen, dass wir uns hier in Australien befinden! – jede Menge Action. Apokalyptische Stürme, die über die Hochzeitsgesellschaften hinwegfegen und das eine oder andere Buschfeuer, das spontan ausbricht um die Zeremonie zu stören? Können schonmal vorkommen.

The Power of Love

«Australia's Cheapest Weddings» ist zweifelsohne eines der seltsamsten, damit aber gleichzeitig auch besten Formate in der riesigen Welt des Reality-Trash-Doku-TVs. Und das liegt nicht zuletzt an der guten Emma, die auf so herzerweichende Weise singend ihrem Liebsten ihre Liebe gesteht und gleichzeitig jede Menge Kohle spart, weil sie auf die Hochzeits-Band verzichtet:


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7 Kommentare

Sascha vor 4 Monate
Schwitzen wie "Hure im Beichtstuhl". Den muss ich mir merken. Alles andere... Naja, irr-Elefant
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Mann vor 4 Monate
Heiraten bedeutet den Staat in die Ehe einzuladen. Solange keine Vertragsfreiheit bei der Ehe herscht würde ich so einen Fehler nicht machen. Und kommt mir nicht mit Ehevertrag. Die wichtigsten Aspekte dürfen darin nicht geregelt sein da der Staat es verbietet im namen der Frauenrechte. Sogar das Gemeinsame Sorgerecht ist ein Witz das es im Endeffekt heisst das Mann seine Kinder jedes 2. Wochenende sehen darf. Wird dies Verweigert trotz Gerichtsentscheid kann Mann nichts machen. Wann lässt der Staat es zu das zwei Mündige Menschen einen eigenen Vertrag aushandeln ohne sich einzumischen?
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No bride vor 4 Monate
Keine Hochzeit ist immer noch die beste Hochzeit. Eine Hochzeit lohnt sich für eine Frau nur noch wegen Scheidung und Alimente!!!
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Antwort von Vv vor 4 Monate
Naja ich mechte meinen Partner einmal Heiraten da ich viel mehr verdiene als der rest meiner familie die irgebdwie nichts auf die reihe kriegen (sogar mit starthilfe). Ich will nicht dass im falle meines totes die mein hart erarbeitetes geld bekommen und es dann zum fenster rauswerfen.
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