Würdest du diese Pille schlucken?

Ekstatische Vibrationen und einen «Rave» am ganzen Körper: Das soll die Pille eines Tschechischen Künstler auslösen können. Doch selbst der Macher gibt zu, dass sie nicht ungefährlich ist.

 «Schlucke das Ding und dann für zehn Stunden BANG das Gefühl in deinem Bauch BANG Wahnsinn BANG Freude BANG Horror BANG Jubel BANG Ekstase BANG BANG Schmerz BANG BANG BANG…»

Diese emotionale BANG-Achterbahn verspricht die «AudioPill» des Künstlers Jan Poope. Gemäss der Website des Tschechen wirft man sich die elektronische Pille ein und erlebt einen zehnstündigen Rave am ganzen Körper. «Man fühlt sich, als würde man in einer vollen Konzerthalle mit einem krassen Audiosystem stehen», erklärt Poope auf seiner Website. Der einzige Unterschied zum echten Konzertgefühl? Um einen herum herrscht Stille. 

Nicht ganz ungefährlich

Etwa eine Stunde dauert es, bis das Teil vom Magen in den Beckenbereich wandert. Danach geht der Rave mit drei verschiedenen Tempo-Einstellungen von 95-145 Beats pro Minute los und ein inneres pulsierendes Gefühl setzt ein. «Du wirst deinen experimentellen Mut vielleicht auch mal bereuen», meint der Künstler. So intensiv seien die Vibrationen. Das Problem: Die Pille hat keinen Aus-Knopf. Das heisst: Die Party dauert zehn Stunden ohne Unterbrechung. 

Die AudioPill ist aber auch nicht ganz ungefährlich. Dem Online-Magazin «Dazed Digital» erklärt Poope:«Sie könnte im Verdauungstrakt zerfallen oder im Blinddarm stecken bleiben. Es ist definitiv nicht sicher.» Doch der leicht wahnsinnige Künstler ist von seinem Produkt überzeugt und schwärmt von den ekstatischen Gefühlen und Vibrationen, die seine Pille auslösen kann. 

Mögen wir das?

Ursprünglich hatte die Pille eine rein medizinische Aufgabe. Denn gemäss der Crowdfunding-Seite der Pille, ist sie eine Abwandlung des Medizin-Geräts «Sirio», das Muskel-Skelett-Erkrankungen mit Schallwellen behandelt. Poope nutzt die gleiche Technologie, um die Vibrationen im ganzen Körper zu erzeugen. 

Ob die Pille jetzt cool ist oder nicht, da sind sich Einige nicht ganz so sicher. Dafür spricht auch die gescheitere Crowdfundingaktion für die Audiopille: Von den gewünschten 150‘000 Euro kamen lediglich 148 Euro zusammen. Der Tscheche meint dazu: «Einige nehmen das alles viel zu ernst. Eigentlich ist es nur ein fröhliches Experiment, das Spass macht und gleichzeitig ein Risiko ist. Das Ziel ist es, Menschen glücklich zu machen und etwas Neues und Überraschendes zu entdecken.»


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11 Kommentare

Schluckspecht vor 1 Monat
Ja, solche Experimente kennt man in der Schweiz schon länger...
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vor 1 Monat
gut batterie gehtn au bestimmt.
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Lisa vor 1 Monat
Wenn es 10 Stunden anhält und es eine Stunde dauert bis sie am richtigen Ort ist, würde ich Montag 07.00 Uhr als idealen Einnahmezeitpunkt empfehlen.
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Snuff vor 1 Monat
Never mein Körper ist mir noch was wert. Aber wer fen schwachsinn braucht
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