Kunst im XXL-Format, made in Switzerland

Der Berner Ata Bozaci gehört zu den gefragtesten Street-Artists und verschönert Wände rund um den Globus.

Gerade hat Ata Bozaci noch mit einem Jet-Lag zu kämpfen. Erst Anfang Woche kam der Künstler von einer China-Reise zurück. Er wurde eingeladen, bei der neuen Künstlerresidenz «Jardin Orange» in der Stadt Shenzhen eine Openair-Galerie zu schaffen, um ein ganzes Stadtquartier aufzuwerten. Nun ziert sein 27 Meter grosses Kunstwerk eine Fassade: ein buntes Baby, das am Smartphone hängt.

China, Hamburg und Marokko

Seine gigantischen Kunstwerke sind in Kopenhagen, Hamburg, Marokko und China zu sehen. «Für mich ist es wichtig, ein Bild der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Sodass auch diejenigen, die Galerien nicht besuchen können, etwas von meiner Kunst haben», sagt Ata Bozaci zu 20 Minuten Tilllate.

Obwohl der 42-Jährige in den 90ern zunächst das Handwerk der Sprayer aufgriff, war für ihn der Weg, Künstler zu werden, immer klar. So kann er heute stolz von sich behaupten, einen eigenen Stil gefunden zu haben. Er mischt Graffiti- mit Grafik-Design-Techniken und kreiert so aus geometrischen Formen Porträts. «Ich schloss alle Schubladen. So konnte ich etwas wirklich Originelles schaffen», sagt der Berner.

Mehr Aufträge in Zürich

Trotzdem fehlen ihm die Möglichkeiten und Aufträge in seiner Wahlheimat Zürich. «Wenn ein Künstler wie ich um die Welt reisen muss, um Wände zu bekommen, finde ich das fragwürdig». Die Limmatstadt würde Street Art zu wenig Raum bieten – die Wände am Letten reichten nicht aus.

Für einen Beitrag zum Swissmill-Silo, das seit einem Jahr jeden Stadtzürcher mit all seiner Beton-Pracht nervt, müsste man Ata nicht zweimal fragen. «Ich versuche seit drei Jahren, in Zürich Wände zu kriegen. Der Benefit wäre für die Stadt sehr gross. Eine dauerhafte Openair-Galerie wirkt als Touristenmagnet und auch die Hausbesitzer erhalten Kunst an ihren sonst so kahlen Wänden.»


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6 Kommentare

Knut vor 12 Monate
Ata 😃 Du bisch ä geile siech!! hani dir ja scho gseit: eifach top!
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Daniel Müller vor 12 Monate
Gebt ihm eine Chance, den Swiss Mill Tower in Zürich zu verschönern!
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Fanboy vor 12 Monate
I like Toast.
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Riba vor 12 Monate
Schöner wäre es mit Natur zu verpinseln. Es sind zwar schöne Bilder, aber es zeigt noch mehr auf, das praktisch nichts mehr Grünes vorhanden ist . Schade.
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