«Kein Alkohol? Bist du etwa schwanger?»

Früher war ich ein wildes Partygirl, heute chill ich lieber samstagnachts im Bett mit einer fettigen Pizza und zieh mir eine neue Netflixserie rein. Ahoi, neuer Lifestyle!

Es war einmal…

Dies ist zwar kein kitschiges Märchen, trotzdem beginnt es damit, dass ich meinen Traumtypen beziehungsweise meine One True Love kennenlerne. Früher war ich von Donnerstag bis Sonntag wie verhext auf allen möglichen Partys unterwegs, doch er hat mich von diesem Partyfluch erlöst.

Dieser Prinz jedoch kommt weder auf einem weissen Pferd daher, noch hat er die Erlaubnis mit dem Auto rumzucruisen. Er gab den Schein wegen betrunkenen Umparkierens ab und fuhr ohne Führerschein weiterhin in seiner Karre durch die City.

Dies klappte wunderbar, bis er jemandem den Rechtsvortritt klaute und dieser jemand war die Polizei. Somit hiess es: Brief weg, mindestens sechs Monate kein Alk und Haarproben abgeben. Als gute Freundin fing ich an ihn zu unterstützen und verzichtete bald auch auf Alkohol, da ich, Zitat von Haiyti «dieses Crime-Life nicht mehr will».

Abwarten und Tee trinken

Für mich selbst war der Anfang des Nicht-Trinkens einfach, jedoch nicht für mein Umfeld. Auf die Frage, ob ich ein Bier wolle, wird ein «Nein danke, heute lieber Cola» selten akzeptiert. Anstatt mir einfach mein scheiss Cola zu bringen und die Fresse zu halten (wie man es von seinen Freunden so erwarten würde), werde ich krass mit Fragen durchlöchert:

«Wieso kein Bier? Wieso kein Alkohol? Komm schon nur eines! Tu doch nicht so! Ach was, du hast heut keine Lust! Bist du etwa schwanger?» Die Meute stoppt meistens erst, wenn ich meinen Freund und seinen Führerschein erwähne.

Kein Kater, dafür ein ganzer Samstag und Sonntag!

Während meine Partyfreunde am Tag danach im Gruppenchat über ihren hässlichen Kater labern, den Sonntag nur zuhaus verbringen und sich selbst bemitleiden, nutze ich den freien Tag. Die Typen, die bis um 16 Uhr pennen, versteh ich nicht mehr, obwohl ich früher selbst eine Alkoholleiche war.

Zwar ist ein exzessiver Abend um einiges besser als eine Nacht mit Apfelsaft im Club. Doch wer mag und will sich am Katertag noch genau an die Tanzeinlage auf dem Dönertisch erinnern? Obwohl ich Marteria nicht mehr abfeiere, zitiere ich ihn gerne, wie er seinen Freund Tua zitiert: «Man gewinnt den Tag und verliert die Nacht.»

Ob es wohl eine Frage des Alters ist? Ist man mit 24 Jahren zu alt fürs Saufen? Bist du ein Partytiger? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.


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43 Kommentare

g. vor 1 Monat
Nein zu Alkohol - Ja zu Netflix! ✋🏼
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ts vor 1 Monat
Finde ich voll cool von dir! Starke Aktion!
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Asi vor 1 Monat
Kenne ich! 😃 guter Text, freu mich mehr von dir zu lesen!
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Ekeltoni vor 1 Monat
Also ein gewisser Alkoholismus gehört zu einem erfüllten Leben wie Lesen, Spatzieren, Flanieren, an Blumen riechen, sich an den haarumlockten Holzfällerkörpernippels zu zwirbeln und Onanie. Wer noch nie stockbesoffen und verkatert war kann über diesen essenziellen Lebensbereich nicht mitparlieren. Lasst euch dies gesagt sein, ihr langweiligen Spiesser. zwirbeln und Onanie,
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