«Nach vielen Jahren werden Sie reich sein»

Der «Wolf of Wall Street» hat dich angespornt, reich zu werden aber eigentlich hast du keine Ahnung vom Börsenmarkt? Ein Finanzexperte erklärt uns, wie man sein Cash in Aktien anlegen kann.

Aktien – bei diesem Wort denken wir an massgeschneiderte Anzüge, geschniegelte Frisuren, schroffe Männer mit teuren Uhren an den Handgelenken und natürlich die Wall Street. Die Börse ist doch nur was für reiche Zocker, richtig? Und wieso soll man sich denn als Lehrling oder Berufseinsteiger mit abfallenden Kursen und Börsencrashs rumschlagen? Passt es denn überhaupt zusammen, jung zu sein und Aktien zu kaufen?

Der Chief Investment Officer der Basler Kantonalbank, Dr. Sandro Merino, klärt uns auf: «Es macht viel Sinn, beim Anlegen in Aktien möglichst jung anzufangen. Wer vor 30 Jahren in einen breiten Korb von Schweizer Aktien investiert hat, der hat heute den zehnfachen Betrag angespart.» Gerade unsere Generation habe noch viel Zeit, um Geld anlegen zu können – dadurch können wir auch grosse Schwankungen aushalten und Krisen aussitzen.

Wer Aktien kaufen will, braucht starke Nerven

Doch nach welchen Kriterien wählt man überhaupt aus, in welche Firma man investieren will? Und wie kauft man eigentlich eine Aktie? «Am einfachsten ist es, eine Fondslösung oder ein Fondsparen abzuschliessen. Viele Banken bieten auch komplette Anlagelösungen als Gesamtpaket an», sagt der CIO. Was immer wichtig sei: Die Kosten zu vergleichen. «Es ist jedoch sehr schwierig – wenn nicht sogar unmöglich – zu wissen, welche einzelnen Unternehmen über die nächsten fünf oder zehn Jahre besonders gut abschneiden werden.» Gerade deswegen solle man unbedingt breit investieren und lieber nicht nur auf ein Unternehmen setzen.

Hat man die Aktien erstmal in der Tasche, kann man sie beispielsweise als Kreditsicherheit einsetzen. Sie sind jedoch vor allem eines: Eine ziemlich gute Kapitalanlage. Solltest du keine starken Nerven haben, ist diese Anlageoption vielleicht nicht die beste Idee: «Aktien unterliegen grossen Schwankungen und setzen beim Sparer gute Nerven und das Festhalten an langfristigen Sparzielen voraus. Ist das nicht der Fall, dann muss man weniger rentable, dafür viel weniger schwankungsanfällige Anlagen wählen», meint der Finanzexperte.

Auf die Finanzkrise scheissen

Mit dem Kauf von Aktien können wir also jetzt Geld investieren, dass wir vielleicht erst in 10, 15 oder 20 Jahren benötigen werden. Und wenn die dicke Finanzkrise kommt, warten wir einfach bis sie vorüber ist und schauen am besten erst gar nichts ins Depot – oder wie Börsenlegende André Kostolany mal sagte: «Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten und schauen Sie die Papiere nicht mehr an. Nach vielen Jahren werden Sie sehen: Sie sind reich.» Cheers to that!


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51 Kommentare

Home sweet home vor 4 Monate
Am sichersten investiert man in Immobilien!
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Antwort von betongold vor 4 Monate
Das stimmt nicht: werthaltig ist nur der Grund und Boden, alles weitere - gerade bei Stockwerkseigentum - ist im Alter teuer und aufwändig in Stand zu halten und später vielfach nur Technikmüll: Heizung, Lüftung, Klimaanlage, Schwimmbad, elektrische Tür- und Torantriebe, etc. Das kann man daran vergleichen, was dasselbe im europäischen Ausland kostet bzw. dort an Rendite einbringt. Das war früher bei stark wachsender Bevölkerung, Wirtschaftsleistung und Prosperität in einem Geldsystem mit nennenswerter Teuerung etwas anderes. In der Schweiz kommt erschwerend hinzu, daß die Pensionskassen mangels Anlagealternativen den Immobilienmarkt mit überhitzen, wahrscheinlich zum späteren Nachteil aller aus diesen Pensionskassen Versorgten.
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Frau Sie-wissen-wer :) vor 4 Monate
Ich würde gerne in den Export von Kokosnüssen, aus den Malediven investieren... hätten sie mir dafür strategische Vorgehenstipps, Herr Merino?
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Zombie vor 4 Monate
Hmmmm? Kompliement an alle Kommentatoren hier, wo viel von Aktien verstehen! Ganz ehrlich, ich wollte auch mal darin klüger werden, leider habe ich es nie geschafft und Dies aus 2 Gründen. Der erste war und ist, das ich sogut wie gar kein Vertrauen in Banken habe, weil ich einst mal auch bei der UBS mein Konto hatte und dort leider schlechte Erfahrungen machen musste, doch der zweite Gedanke hat mich bis heute nie losgelassen. Ich frage mich, wenn es doch tatsächlich so einfach wäre, etwas mehr Geld anschaufeln zu können, ohne dabei zuviel Verluste riskieren zu müssen, wieso gibt es dann noch das RAV und das Sozialamt? Wenn doch jeder und jede noch während Diese normal arbeiten, z.B. als Verkäufern oder Büro, nebenbei noch ein paar 1000Fr. mehr dazu durch Aktien kaufen verdienen würde, dann würde doch so jemanden seinen Job aber schnell aufgeben wollen, aus freiem Wille. Was mich nervt, sind diese elenden Werbungen, die über das Daytrading ab und zu gezeigt werden. Ich erinnere mich noch an eine, wo es hies : Christian wurde durch " Einfaches " Daytrading zum Millionair. Das kann es doch nicht wirklich sein. Tja nochmals, mein grösstes Respekt, an Menschen, Die sich in dieser Branche bestens auskennen, leider habe ich so jemanden nie persöhnlich gekannt und ein Video auf Youtube zu glotzen, wo für Anfänger ist, finde ich gut und recht aber besser wäre eine Person die neben mir steht und mir das alles persöhnlich erklären könnte und wenn ich fragen habe, dass man Er mir diese auch beantworten kann! Tja, träum weiter Zombie!!! 😃
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