«Ich fühle mich wie eine gestopfte Weihnachtsgans»

Wir durften Pornostar Lena Nitro einen Tag an der Extasia begleiten. Dabei haben wir gemerkt, wie verdammt anstrengend solch eine Erotikmesse sein kann.

Wir treffen Lena Nitro am Eingang der Extasia in Zürich. Sie wird uns hinter die Kulissen des Pornogeschäfts führen. Hätte die 1.60 Meter grosse oder eher kleine Blondine keinen durchsichtigen Ganzkörper-Anzug getragen, hätte sie auch als Apothekerin durchgehen können. Aber Lena ist keine stinknormale Frau, sondern ein Pornostar aus Deutschland. Und nicht gerade unbekannt.

Auch uns begeistert die aufgeschlossene 29-Jährige von Anfang an. Denn sie wirkt sehr natürlich, freundlich und selbstbewusst, während sie uns durch die vollgestopfte und stickige Messehalle führt. Und obwohl sie höflich ist und sich die Zeit nimmt uns ihren Kolleginnen vorzustellen wie etwa die Französin PussyKat oder die Schweizerin Aviva Rocks, merken wir, dass ihr Zeitplan ziemlich taff ist: Ständiges Outfit-Wechseln, Oben-ohne-Fotos mit Fans, Autogrammstunden und immer wieder Nacktshows auf der Bühne. Dazwischen gibts kalte Suppe für die Stars – worüber sich Lena ziemlich aufregt.

Wodka hilft gegen die Aufregung

«In Zürich ist der Stress nicht ganz so gross wie im Ausland. Denn hier kriegt man wenigstens noch genug Schlaf ab», erzählt uns Lena. Sie arbeitet schon seit acht Jahren als Pornodarstellerin und solche Erotikmessen sind eine gute Gelegenheit, Geld zu verdienen und sich zu vermarkten. Trotzdem erlebt sie als Pornostar auch viel Unangenehmes: «Bei einer meiner Liveshows wollte sich ein Gast auf mich stürzen. Zum Glück konnten ihn die Security rechtzeitig aufhalten.»

Selbst nach Jahren im Pornogeschäft ist Lena vor ihren Liveauftritten immer noch nervös. Um sich zu beruhigen, gönnt sie sich einen Becher Cola mit Wodka und bietet uns auch gleich einen an. Aber was kann man schon falsch machen, wenn einem ein eh schon sehr spitzes Publikum direkt in den Schritt starren darf? «Ich habe immer Angst, dass ich einen Einsatz verpasse oder plötzlich hinfalle. Wir studieren unsere Choreografien ja stundenlang ein.»

Auch ohne Nacktshow ist es verdammt heiss – leider

Wir begleiten Lena in den Backstage-Bereich neben der Bühne. Hier herrscht definitiv kein Luxus: Der Raum ist heiss und eng und jeder bringt sein eigenes Handtuch mit um sich nicht mit dem nackten Po auf die schmierigen Sessel zu setzen. Gegen oben ist der Bereich offen, sodass die Mädchen kaum vor den gierigen Blicken der Spanner geschützt werden. «Ich bin ja sehr offen. Aber ein bisschen Privatsphäre wollen wir trotzdem», regt sich die Pornodarstellerin auf.

Verständlich, denn für ihre Show stopft sich Lena einen winzigen Bikini in ihre Vagina. Dabei braucht sie wirklich keine Zuschauer. Später wird sie diesen auf der Bühne wieder herausziehen und anziehen als Teil ihrer Performance.

«Man blendet alles einfach aus»

«Ich stopf mir den meistens erst kurz vor der Show rein, sonst fühl ich mich zu lange wie eine gestopfte Weihnachtsgans», witzelt die Blondine. Langsam füllt sich der Raum mit anderen Frauen, die sich vor den einzigen Spiegel quetschen, um sich frisch zu machen. Uns läuft schon der Schweiss runter, ohne dass wir überhaupt getanzt haben.

Auf der Bühne merkt man Lena ihre Nervosität nicht an. Sie meistert ihre Choreo wie ein richtiger Profi und lässt sich auch durch den einen oder anderen Spruch wie «Zeig uns endlich deine Muschi!» nicht ablenken. Von den Zuschauern selbst bekommt sie nämlich gar nicht so viel mit, erklärt sie uns: «Die Scheinwerfer blenden uns, so dass wir die Leute gar nicht sehen. Am besten vergisst man sie ganz.»

«Ein normales Sexleben habe ich eigentlich nicht»

Anschliessend gibts die Zigarette danach. Das erste Mal, dass wir in Ruhe mit Lena sprechen können. Und natürlich wollen wir etwas über ihr Liebesleben erfahren, doch sie muss uns leider enttäuschen: «So was habe ich eigentlich gar nicht. Wenn ich mal Typen kennenlerne, die nicht im Pornogeschäft sind, reduzieren sie mich auf meinen Beruf.»

Ihre Entscheidung, Pornos zu drehen, bereut sie trotzdem nicht: «Ich denke für den Beruf muss man geboren sein. Und mir macht er ehrlich Spass, trotz der Schattenseiten.» Für Lena gibts zwischen privatem Sex und Sex vor der Kamera gar nicht mal so einen grossen Unterschied: «Beim einen trägt man Schuhe, beim anderen eben nicht», sagt sie lachend.


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54 Kommentare

rolf Walter vor 6 Monate
geil
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Antwort
m37 vor 7 Monate
Ich finde alle Frauen aus dem Sexgewerbe echt cool. Ich liebe mfm oder mmfm! Leider konnte ich bisher meine Frau noch nicht dazu überreden das mal zu machen obwohl ich das Gefühl habe, dass es sie ebenfalls reizen würde.
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Paul Meister vor 7 Monate
ich finde es super dass eine Frau auch ohne super Körperbau und mit Cellulite zum (Porno)Star werden kann.
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Jonas vor 7 Monate
Huch, die Schäfer sieht ja aus wie ein Kerl mit Busen
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